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Annual Josef Horovitz Lecture for Religious and Interreligious Dynamics 2026

28. Juli @ 18:15 – 19:45

Prof. Omer Michaelis (Tel Aviv University): „Ibn Gabirol’s Kingly Crown and the Nocturnal Prayers of Jews and Muslims in al-Andalus„.

Die Josef Horovitz Lecture for Religious and Interreligious Dynamics ist die jährliche öffentliche Vorlesung des Frankfurt-Tel Aviv Center for the Study of Religious and Interreligious Dynamics. In diesem Jahr findet sie im Rahmen der internen Young Scholars‘ Conference The Dynamics of Religious Interaction statt, die gemeinsam vom Buber-Rosenzweig-Institut, dem Frankfurt-Tel Aviv Center und dem LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen“ (DynaRel) in Kooperation mit der Tel Aviv University und der University of Cambridge organisiert wird.

Die Lecture findet am 28. Juli 2026 ab 18:15 Uhr an der Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend im Casinogebäude (Cas. 1.811) statt.

Die Veranstaltung wird eröffnet durch Prof. Menachem Fisch (Tel Aviv University) und Prof. Dr. Christian Wiese (Goethe-Universität Frankfurt).

Den Festvortrag hält Prof. Dr. Omer Michaelis, Associate Professor für Jüdische Philosophie an der Tel Aviv University, Leiter des Department of Jewish Philosophy and Talmud sowie Direktor des Cymbalista Jewish Heritage Center. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Geschichte philosophischen und theologischen Denkens in der frühmittelalterlichen islamischen Welt, der judeo-arabischen Literatur des Mittelalters sowie der Geistesgeschichte von Jüdinnen und Juden und Muslimen im islamischen Spanien. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen die Monografien Crisis Discourse and the Dynamics of Tradition in Maimonides‘ Oeuvre (Magnes Press, 2023), ausgezeichnet mit dem Matanel Prize 2025, sowie Interiority & Law: Bahya ibn Paquda and the Concept of Inner Commandments (Stanford University Press, 2023).

Im Mittelpunkt des Vortrags steht Salomo Ibn Gabirols Keter Malkhut (Kingly Crown), eines der bedeutendsten Werke der jüdischen liturgischen Dichtung. Ausgehend von der bislang ungeklärten Frage nach seinem ursprünglichen liturgischen Kontext richtet Omer Michaelis den Blick auf die nächtlichen Gebetspraktiken von Jüdinnen und Juden im mittelalterlichen al-Andalus. Indem er diese in den gemeinsamen religiösen Erfahrungsraum mit ihren muslimischen Nachbarn einordnet, zeigt der Vortrag, wie das muslimische Umfeld neue Perspektiven auf jüdische Frömmigkeit eröffnen und zu einem vertieften Verständnis religiöser Interaktionen im mittelalterlichen al-Andalus beitragen kann.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsplakat.