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SUMMARY:Ferne Nachbarn. Zur Neuaushandlung kultureller Nähe und Distanz in spätmittelalterlichen europäischen Reiseberichten. Ein Vortrag von Sita Steckel (Goethe-Universität Frankfurt).
DESCRIPTION:Religiöse Traditionen wie die des Judentums\, des Christentum und des Islams haben sich historisch in enger räumlicher\, religiöser und kultureller Nähe zueinander entwickelt und bleiben bis in die Gegenwart in ihren pluralen und dynamischen Selbstverständnissen gleichzeitig dialogisch und konflikthaft aufeinander bezogen. Auf der Grundlage von Forschungen zur miteinander verflochtenen Geschichte der religiösen\, kulturellen und politisch-sozialen Dynamiken zwischen jüdischen\, christlichen und islamischen Traditionen\, Kulturen und Gemeinschaften zielt die Veranstaltung auf eine interdisziplinäre\, theologisch\, religionswissenschaftlich und -philosophisch\, historisch\, ethnologisch\, kulturwissenschaftlich\, soziologisch und bildungstheoretisch fundierte Analyse der vielgestaltigen religiösen\, kulturellen und sozialen „Nachbarschaften“ zwischen den drei Religionen\, mit einem historischen und geographischen Schwerpunkt auf der Epoche seit dem späten Mittelalter in Europa\, im Nahen Osten und bis hin zu lokalen und globalen Kontexten im 20./21. Jahrhundert. Die Metapher der „Nachbarschaften“ ermöglicht es\, zahlreiche Facetten interreligiöser Beziehungen bzw. multireligiöser und multikultureller Konstellationen in den Blick zu nehmen: 1) konkrete soziale Erfahrungen von Zusammenleben\, religiös-kultureller Vielfalt\, Zugehörigkeit\, Exklusion oder Ghettoisierung\, Vertrauen und Fremdheit\, Gastfreundschaft und Nachbarschaftskonflikten; 2) Phänomene des kulturellen Austausches und Wissenstransfers miteinander verflochtener religiöser Traditionen; 3) nachbarschaftliche Konflikte über religiös-kulturelle Geltungsansprüche unter den Bedingungen religiöser\, kultureller und ethnischer Heterogenität\, d.h. die Ambivalenz von ‚Nachbarschaften‘ als Orte der Konfrontation mit dem Fremden\, Differenten und als Räume des Aushandelns von religiös-kultureller Ambiguität; 4) die Überlagerung realer räumlicher Nachbarschaften durch virtuelle Nachbarschaften im globalen Raum des Medialen. \n\n\n\nIm Spiegel dieser unterschiedlichen Aspekte werden in der Vorlesung wie in dem begleitenden Seminar unterschiedliche theoretische und methodische Aspekte des Konzepts der Nachbarschaften diskutiert.
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SUMMARY:Pioniere im Exil. Die Exilkomponisten der 1922 gegründeten Internationalen Gesellschaft für Neue Musik
DESCRIPTION:1922 versammelten sich Komponisten aus der ganzen Welt in Salzburg\, um ihre innovativen musikalischen Werke zu präsentieren. Das avantgardistische Festival kratzte am staatstragenden nationalkonservativen Bild Österreichs\, das von den kurz zuvor gegründeten Salzburger Festspielen vermittelt wurde. 1923 kehrte das Festival als Internationale Gesellschaft für Neue Musik zurück\, die bis heute existiert. Doch schon gleich nach ihrer Gründung zog die Internationale Gesellschaft für Neue Musik den Zorn der Modernitätsgegner auf sich: ein Reporter des Brooklyn Daily Eagle bezeichnete die daran mitwirkenden zeitgenössischen Komponisten schon 1923 als „musikalische Bolschewiken“.  \n\n\n\nDas Foto aus dem Nachlass Egon Lustgartens befindet sich im Lahr von Leïtis Archive; Lustgartens Tochter Eleanor Paul schenkte es Elysiums Gründungsintendanten Gregorij von Leïtis: es zeigt einen Teil der Komponisten\, die an diesem Festival für moderne Musik teilnahmen. Acht der vierzehn abgebildeten Komponisten mussten in 1930er Jahren emigrieren\, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Einige dieser vielversprechenden Komponisten waren aufgrund ihres Flüchtlingsstatus finanziell und beruflich am Boden und gerieten später völlig in Vergessenheit.  \n\n\n\nElysium – between two continents erinnert an diese zu Unrecht vergessenen Komponisten. \n\n\n\nZum vollständige Programm der Reihe geht es hier. \n\n\n\nReservierung erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldung unter kontakt@buber-rosenzweig-institut.de. 
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SUMMARY:Christliche Kunstvereine und die Gotikrezeption des 19. Jahrhunderts. Ein Vortrag von Uta Karstein (Leipzig).
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SUMMARY:Zu Entstehungsszenarien des Islams – eine korantheologische Betrachtung. Ein Vortrag von Ömer Özsoy (Goethe-Universität Frankfurt).
DESCRIPTION:Religiöse Traditionen wie die des Judentums\, des Christentum und des Islams haben sich historisch in enger räumlicher\, religiöser und kultureller Nähe zueinander entwickelt und bleiben bis in die Gegenwart in ihren pluralen und dynamischen Selbstverständnissen gleichzeitig dialogisch und konflikthaft aufeinander bezogen. Auf der Grundlage von Forschungen zur miteinander verflochtenen Geschichte der religiösen\, kulturellen und politisch-sozialen Dynamiken zwischen jüdischen\, christlichen und islamischen Traditionen\, Kulturen und Gemeinschaften zielt die Veranstaltung auf eine interdisziplinäre\, theologisch\, religionswissenschaftlich und -philosophisch\, historisch\, ethnologisch\, kulturwissenschaftlich\, soziologisch und bildungstheoretisch fundierte Analyse der vielgestaltigen religiösen\, kulturellen und sozialen „Nachbarschaften“ zwischen den drei Religionen\, mit einem historischen und geographischen Schwerpunkt auf der Epoche seit dem späten Mittelalter in Europa\, im Nahen Osten und bis hin zu lokalen und globalen Kontexten im 20./21. Jahrhundert. Die Metapher der „Nachbarschaften“ ermöglicht es\, zahlreiche Facetten interreligiöser Beziehungen bzw. multireligiöser und multikultureller Konstellationen in den Blick zu nehmen: 1) konkrete soziale Erfahrungen von Zusammenleben\, religiös-kultureller Vielfalt\, Zugehörigkeit\, Exklusion oder Ghettoisierung\, Vertrauen und Fremdheit\, Gastfreundschaft und Nachbarschaftskonflikten; 2) Phänomene des kulturellen Austausches und Wissenstransfers miteinander verflochtener religiöser Traditionen; 3) nachbarschaftliche Konflikte über religiös-kulturelle Geltungsansprüche unter den Bedingungen religiöser\, kultureller und ethnischer Heterogenität\, d.h. die Ambivalenz von ‚Nachbarschaften‘ als Orte der Konfrontation mit dem Fremden\, Differenten und als Räumen des Aushandelns von religiös-kultureller Ambiguität; 4) die Überlagerung realer räumlicher Nachbarschaften durch virtuelle Nachbarschaften im globalen Raum des Medialen. \n\n\n\nIm Spiegel dieser unterschiedlichen Aspekte werden in der Vorlesung wie in dem begleitenden Seminar unterschiedliche theoretische und methodische Aspekte des Konzepts der Nachbarschaften diskutiert.
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SUMMARY:War and Religious Missions in Spanish Europe. The Army of Flanders at the Crossroads of Performativities: Masculinities and Devotions. Ein Vortrag von Silvia Mostaccio (Louvain-la-Neuve).
DESCRIPTION:Informationen folgen.
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SUMMARY:Ambivalentes Erbe. Kants Äußerungen über „die Juden“ und das Judentum. Vortrag von Andrea M. Esser (Friedrich-Schiller-Universität Jena).
DESCRIPTION:Die Philosophie Immanuel Kants (1724–1804) könnte auch in diesem Jubiläumsjahr nicht aktueller sein. Seine Überlegungen zu Vernunft\, zur ins Grundgesetz eingeschriebenen Menschenwürde\, zu Kosmopolitismus\, Demokratie und Frieden\, zur Rolle von Religion(en)\, zu universeller Ethik und den Möglichkeiten menschlicher Erkenntnis prägen bis heute globale Diskurse. Zugleich werden in der Rezeption immer wieder auch die Schattenseiten seines Denkens beleuchtet\, auch mit Blick auf seine Haltung gegenüber dem Judentum. \n\n\n\nDas Nachdenken über die Ambivalenz des Königsberger Philosophen ist jedoch nur scheinbar neu. Ihm geht eine lange Tradition der Kant-Rezeption durch jüdische Intellektuelle voraus\, welche ein reges Interesse für dessen revolutionäre Philosophie mit dem Bewusstsein für ihre antijüdischen Grenzen verbindet. \n\n\n\nDas Symposium widmet sich Kants Philosophie als Gegenstand der Abgrenzung\, Aneignung und der Transformation von der Haskala über Hermann Cohens Neukantianismus und die Kant-Rezeption in Israel bis zu Max Horkheimers Kritik der instrumentellen Vernunft. Die Reflexionen und Texte dieser Denktradition sind Zeugnis einer Haltung\, die an erster Stelle der Aufklärung selbst verpflichtet ist und Grenzen sowie Potenziale der kanonischen Texte Kants für dieses Anliegen produktiv zu machen weiß. Diskutiert werden soll auch die Relevanz dieser Rezeption für Kant-Interpretationen der Gegenwart. \n\n\n\nAnmeldung über kramberger@em.uni-frankfurt.de erwünscht. \n\n\n\nRückfragen können Dr. Judith Müller\, unter jud.mueller@em.uni-frankfurt.de\, gestellt werden.
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SUMMARY:Aufklärung des Aufklärers. Kants Philosophie als Gegenstand der Abgrenzung\, Aneignung und Transformation im Denken jüdischer Intellektueller.
DESCRIPTION:SYMPOSIUM ZUM 300. GEBURTSTAG IMMANUEL KANTS.\n\n\n\nDie Philosophie Immanuel Kants (1724–1804) könnte auch in diesem Jubiläumsjahr nicht aktueller sein. Seine Überlegungen zu Vernunft\, zur ins Grundgesetz eingeschriebenen Menschenwürde\, zu Kosmopolitismus\, Demokratie und Frieden\, zur Rolle von Religion(en)\, zu universeller Ethik und den Möglichkeiten menschlicher Erkenntnis prägen bis heute globale Diskurse. Zugleich werden in der Rezeption immer wieder auch die Schattenseiten seines Denkens beleuchtet\, auch mit Blick auf seine Haltung gegenüber dem Judentum. \n\n\n\nDas Nachdenken über die Ambivalenz des Königsberger Philosophen ist jedoch nur scheinbar neu. Ihm geht eine lange Tradition der Kant-Rezeption durch jüdische Intellektuelle voraus\, welche ein reges Interesse für dessen revolutionäre Philosophie mit dem Bewusstsein für ihre antijüdischen Grenzen verbindet. \n\n\n\nDas Symposium widmet sich Kants Philosophie als Gegenstand der Abgrenzung\, Aneignung und der Transformation von der Haskala über Hermann Cohens Neukantianismus und die Kant-Rezeption in Israel bis zu Max Horkheimers Kritik der instrumentellen Vernunft. Die Reflexionen und Texte dieser Denktradition sind Zeugnis einer Haltung\, die an erster Stelle der Aufklärung selbst verpflichtet ist und Grenzen sowie Potenziale der kanonischen Texte Kants für dieses Anliegen produktiv zu machen weiß. Diskutiert werden soll auch die Relevanz dieser Rezeption für Kant-Interpretationen der Gegenwart. \n\n\n\nAnmeldung über kramberger@em.uni-frankfurt.de erwünscht. \n\n\n\nRückfragen können Dr. Judith Müller\, unter jud.mueller@em.uni-frankfurt.de\, gestellt werden.
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SUMMARY:Rituality and Danger. Paradoxe Attacken auf christliche Rituale in antijüdischen und Hexerei-Narrativen (1470 – 1630). Ein Vortrag von Arndt Wille (Berlin).
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DESCRIPTION:Beauty\, Kochen und Katzen – neben diesen Megatrends auf Instagram wachsen die Nischen für religiöse Kommunikation auf dem nicht mehr ganz jungen Kanal: Bibel\, Spiritualität\, Seelsorge\, Bildung\, Orientierung\, aber auch Abseitiges und Radikales findet hier in Video und Text seinen Ausdruck und weite Verbreitung. Wie entsteht hier Gemeinschaftsbildung? Was heißt hier Authentizität? Und: Wie gestalten sich Grenzen zwischen institutioneller und individueller Glaubenskommunikation? \n\n\n\nDie Veranstaltung wird gefördert durch die „Schnittstelle Religion“.
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SUMMARY:Erzwungene Nachbarschaft? Multikonfessionalität in der Frühen Neuzeit. Ein Vortrag von Birgit Emich (Goethe-Universität Frankfurt).
DESCRIPTION:Religiöse Traditionen wie die des Judentums\, des Christentum und des Islams haben sich historisch in enger räumlicher\, religiöser und kultureller Nähe zueinander entwickelt und bleiben bis in die Gegenwart in ihren pluralen und dynamischen Selbstverständnissen gleichzeitig dialogisch und konflikthaft aufeinander bezogen. Auf der Grundlage von Forschungen zur miteinander verflochtenen Geschichte der religiösen\, kulturellen und politisch-sozialen Dynamiken zwischen jüdischen\, christlichen und islamischen Traditionen\, Kulturen und Gemeinschaften zielt die Veranstaltung auf eine interdisziplinäre\, theologisch\, religionswissenschaftlich und -philosophisch\, historisch\, ethnologisch\, kulturwissenschaftlich\, soziologisch und bildungstheoretisch fundierte Analyse der vielgestaltigen religiösen\, kulturellen und sozialen „Nachbarschaften“ zwischen den drei Religionen\, mit einem historischen und geographischen Schwerpunkt auf der Epoche seit dem späten Mittelalter in Europa\, im Nahen Osten und bis hin zu lokalen und globalen Kontexten im 20./21. Jahrhundert. Die Metapher der „Nachbarschaften“ ermöglicht es\, zahlreiche Facetten interreligiöser Beziehungen bzw. multireligiöser und multikultureller Konstellationen in den Blick zu nehmen: 1) konkrete soziale Erfahrungen von Zusammenleben\, religiös-kultureller Vielfalt\, Zugehörigkeit\, Exklusion oder Ghettoisierung\, Vertrauen und Fremdheit\, Gastfreundschaft und Nachbarschaftskonflikten; 2) Phänomene des kulturellen Austausches und Wissenstransfers miteinander verflochtener religiöser Traditionen; 3) nachbarschaftliche Konflikte über religiös-kulturelle Geltungsansprüche unter den Bedingungen religiöser\, kultureller und ethnischer Heterogenität\, d.h. die Ambivalenz von ‚Nachbarschaften‘ als Orte der Konfrontation mit dem Fremden\, Differenten und als Räumen des Aushandelns von religiös-kultureller Ambiguität; 4) die Überlagerung realer räumlicher Nachbarschaften durch virtuelle Nachbarschaften im globalen Raum des Medialen. \n\n\n\nIm Spiegel dieser unterschiedlichen Aspekte werden in der Vorlesung wie in dem begleitenden Seminar unterschiedliche theoretische und methodische Aspekte des Konzepts der Nachbarschaften diskutiert.
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