Mystik, Macht und sexuelle Vorwürfe: Xenia von Tippelskirch im WDR-Zeitzeichen-Podcast

Eine verehrte Mystikerin, die zur Äbtissin aufsteigt und schließlich für Jahrzehnte in Klosterhaft kommt: Die aktuelle Folge des WDR-Geschichtspodcasts „Zeitzeichen“ erzählt die Geschichte der italienischen Nonne Benedetta Carlini.

Carlini lebte im 17. Jahrhundert und berichtete von wiederholten Begegnungen mit Jesus. Sie gewann dadurch großen Einfluss. Kirchliche Würdenträger in der Toskana standen ihren Erzählungen zunächst positiv gegenüber, doch mit ihrer wachsenden Bedeutung nahm auch das Misstrauen zu. Ihre Erscheinungen wurden schließlich überprüft und angezweifelt. Zudem beschuldigte eine Mitschwester Carlini sexueller Handlungen. Am Ende verbrachte sie 35 Jahre in einem Klostergefängnis.

Für die Folge sprach der WDR mit der Frankfurter Historikerin Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch. An der Goethe-Universität forscht und lehrt sie unter anderem im Fachgebiet Geschichte Religiöser Dynamiken mit dem Schwerpunkt Frankreich. Bei DynaRel leitet sie das Teilprojekt „Hugenotten in Hessen. Jenseits des Mythos einer exemplarischen Integration von Glaubensflüchtlingen“.

Die rund 15-minütige Folge „Mystik, Macht und sexuelle Vorwürfe im Kloster“ ist in der WDR-Mediathek zu hören.

Foto: ⓒ Jürgen Lecher


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